Ob Grün, Schwarz oder Chai – wir lieben sie alle. Sie schmecken nicht nur gut, sie tun auch gut, wenn sie uns während der kalten Jahreszeit wärmen. Grund genug also, ein paar Fakten zu unserem liebsten Wintergetränk zusammenzutragen.

Um die Entdeckung des Tees ranken sich etliche Legenden. Die bekannteste ist die vom chinesischen Kaiser Shen Nung. Zufällig wehten ihm vor fast 5000 Jahren ein paar Blätter in seine Schale heissen Wassers. Statt es wegzukippen, beschloss er, das verfärbte und wohlduftende Wasser zu kosten. Der Kaiser fand es köstlich und fühlte sich belebt und erfrischt. Ob es sich wirklich so zugetragen hat, werden wir wohl nie erfahren. Fakt ist aber, dass Tee seinen Ursprung vor tausenden Jahren in China hatte. Bis er es aber nach Europa schaffte, sollten noch etliche Jahre vergehen.

VON ASIEN NACH EUROPA

Die holländische Ostindien-Kompanie brachte Anfang des 17. Jahrhunderts erstmals Grüntee aus China nach Europa. Wer denkt, Tee hätte die Herzen der Europäer im Sturm erobert, täuscht sich: Kaffee war damals das beliebteste Heissgetränk. Als der englische König Karl II im Jahr 1662 die portugiesische Katharina von Braganza heiratete, sollte sich dies aber schlagartig ändern: Katharina liebte Tee und servierte ihren adligen Freunden bei Hofe gerne ein Tässchen. Schon bald wurde Tee dank der Königin bei der Oberklasse Englands beliebt und breitete sich an den königlichen Höfen ganz Europas aus.

TEE HEUTE

Heute ist Tee das am zweithäufigsten konsumierte Getränk der Welt – nach Wasser. Unter allen Sorten führt Schwarztee die Rangliste der beliebtesten Tees an. Er wird weltweit am meisten exportiert und getrunken. Die Teepflanze wird heute in dutzenden Ländern und verschiedenen Regionen der Welt angebaut. Die grössten Anbaugebiete sind China, Indien und Kenia. Kenia ist der weltweit grösste Exporteur von Tee. Dass Tee heute so beliebt ist wie nie, verdankt er auch dem Trend zu gesunder Ernährung; denn Tees werden viele positive Eigenschaften nachgesagt.

WIRKUNG VON TEE

Der Klassiker Schwarztee soll anregend wirken auf den Kreislauf, das Verdauungssystem und den Stoffwechsel. Er hat einen hohen Anteil an Koffein und enthält wichtige Vitamine und Spurenelemente. Die bekanntesten Schwarztee-Sorten sind Ceylon, Assam und Darjeeling. Sie sind nach ihren Anbaugebieten benannt. Schwarztee wird aus den jungen Blättern des Teestrauchs gewonnen, welche nach der Ernte fermentiert werden. Im Gegensatz dazu kommt es beim Grüntee nicht zur Oxidation der Blätter. Grüntee soll wegen seiner antibakteriellen Wirkung Zahnkrankheiten vorbeugen. Ihm wird eine immunstärkende Wirkung nachgesagt und er soll sogar die Gewichtsabnahme positiv beeinflussen. Die bekanntesten Grüntee-Sorten sind Bancha und Sencha.

KRÄUTERTEES

Kräutertees sind streng genommen keine richtigen Tees. Im Gegensatz zu Schwarz-, Grün- und Oolongtee werden sie nämlich nicht aus dem Teestrauch hergestellt. Es handelt sich um teeähnliche Aufgussgetränke, die im Gegensatz zu «echtem» Tee kein Koffein enthalten. Genau wie die «echten» Tees stecken sie voller Vitamine und Mineralstoffe. Auch den Kräutertees werden positive Eigenschaften zugeschrieben: So sollen Fenchel- und Melissentee beispielsweise bei Krämpfen und Übelkeit helfen. Bei ersten Erkältungsanzeichen kann Salbei- unterstützend und Ingwertee entzündungshemmend wirken. Aber lassen wir den Tee einfach mal Tee sein und geniessen während den kalten Monaten seine wohltuende Wärme.

Tee bringt Kreislauf und Stoffwechsel in Schwung

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